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AutoKonf

Gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung

Im Projekt AutoKonf werden automatisch rekonfigurierbare Aktoriksteuerungen für ausfallsichere automatisierte Fahrfunktionen erforscht.

Die Umsetzung erfolgt im Zeitraum vom 01.10.2016 bis 30.09.2019.


Das Projektvolumen beträgt 5,3 Millionen Euro und wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.

Konkret wird das Projekt von folgenden Firmen durchgeführt:

Motivation

Mit dem anstehenden Paradigmenwechsel von störungssicheren hin zu fehlertoleranten Komponenten beim automatisierten Fahren sind Veränderungen in der gesamten E/E-Architektur unvermeidlich. Da es in diesem zukünftigen Betriebsmodus keinen Fahrer mehr gibt, der die Kontrolle über das Fahrzeug im Fehlerfall übernehmen kann, sind somit die zum Fahrbetrieb notwendigen Komponenten ausfallsicher auszulegen.

Ziele

Es sollen die für das automatisierte Fahren notwendigen Fahrfunktionen in einem innovativen Konzept fehlertolerant ausgelegt werden. Da eine Verdopplung dieser Komponenten wirtschaftlich und technisch nicht effizient ist, sollen innerhalb dieses Projekts Lösungen erarbeitet werden, um die notwendige Redundanz mit Hilfe eines rekonfigurierbaren Steuergeräts zu erlangen. Dadurch werden auch Herausforderungen zu Kosten und Bauraum elegant angegangen. Im Detail geht es um die Kommunikation, Energieverteilung, Regelung, Design der Architektur und Hardware. Es wird untersucht werden, wie man die Steuergeräte von den elektrischen Treiberstufen trennen kann, wie man generische Fahrwerkkomponenten erstellt und wie man eine fehlerperformante Daten- und Versorgungsinfrakstruktur mit rekonfigurierbaren Verbindungen schafft.

Perspektiven

Durch das neue Konzept kann die Systemkomplexität für automatisiertes Fahren reduziert und gleichzeitig wirtschaftlich gestaltet werden. Gerade mit der zu erwartenden Marktpenetration des automatisierten Fahrens in den verschiedenen Ausbaustufen ist ein solches Konzept hochinteressant für die Automobilhersteller.

Projektpartner

Die BMW Group ist mit ihren Marken BMW, MINI, Rolls-Royce und BMW Motorrad der weltweit führende Premium-Hersteller von Automobilen und Motorrädern und Anbieter von Premium-Finanz- und Mobilitätsdienstleistungen. Als internationaler Konzern betreibt das Unternehmen 31 Produktions- und Montagestätten in 14 Ländern sowie ein globales Vertriebsnetzwerk mit Vertretungen in über 140 Ländern.

Im Jahr 2016 erzielte die BMW Group einen weltweiten Absatz von rund 2,367 Millionen Automobilen und 145.000 Motorrädern. Das Ergebnis vor Steuern belief sich auf rund 9,67 Mrd. €, der Umsatz auf 94,16 Mrd. €. Zum 31. Dezember 2016 beschäftigte das Unternehmen weltweit 124.729 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Seit jeher sind langfristiges Denken und verantwortungsvolles Handeln die Grundlage des wirtschaftlichen Erfolges der BMW Group. Das Unternehmen hat ökologische und soziale Nachhaltigkeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette, umfassende Produktverantwortung sowie ein klares Bekenntnis zur Schonung von Ressourcen fest in seiner Strategie verankert.

In dem Förderprojekt Autokonf übernimmt die BMW Group die Leitung der Entwicklung eines verlässlichen Vernetzungskonzepts.

Fraunhofer-Einrichtung für Mikrosysteme und Festkörper-Technologien EMFT

Die Fraunhofer EMFT (Fraunhofer Einrichtung für Mikrosysteme und Festkörpertechnologien)   fokussiert sich in ihrer Forschung und Entwicklung auf Sensoren und Aktoren für Mensch und Umwelt. Das Dienstleistungsangebot der Fraunhofer EMFT reicht von der strategischen Vorlaufforschung über bilaterale Industrieprojekte bis hin zur Koordination industrieller Projektkonsortien. Praxis- und Kundenorientierung hat dabei bei allen FuE-Aktivitäten höchste Priorität.

Der seit Anfang 2017 in die EMFT integrierte Standort Oberpfaffenhofen hat seinen Kompetenzschwerpunkt seit vielen Jahren mit der elektrischen Aufbau- und Verbindungstechnik, deren Zuverlässigkeit und Integration in elektronische Systeme.

Die Fraunhofer EMFT führt die Entwicklung der rekonfigurierbaren Steckverbindungen.

Hella KGaA Hueck & Co.

HELLA GmbH & Co. KGaA ist ein weltweit agierender Automobilzulieferer mit Hauptsitz in Lippstadt. Das Kerngeschäft umfasst Lichtsysteme, Fahrzeugelektronik sowie das Handelsgeschäft. HELLA zählt zu den Top 50 der weltweiten Automobilzulieferer sowie zu den 100 größten deutschen Industrieunternehmen. In dem 2015 beendeten Geschäftsjahr wurde konzernweit ein Umsatz von 5,8 Mrd. Euro erwirtschaftet. Weltweit sind mehr als 32.000 Mitarbeiter in über 100 Fertigungsstätten, Produktions-Tochtergesellschaften und Joint Ventures in 35 Ländern beschäftigt. Davon arbeiten mehr als 5800 Ingenieure und Techniker in Forschung und Entwicklung.

Die Entwicklung des Chassis-Steuergeräts wird von Hella koordiniert.

Intedis GmbH & Co. KG mit Sitz in Würzburg ist der Ansprechpartner, wenn es um die automobile Elektrik und Elektronik von Morgen geht. Mit ihren Gesellschaftern LEONI AG und HELLA GmbH & Co. KGaA und in Zusammenarbeit mit Automobilherstellern entwickelt Intedis Lösungen für individuelle, innovative und emissionsarme Fahrzeuge der Zukunft.

Intedis entwickelt mit 25 Ingenieuren die nächste Generation einer innovativen, finanziell tragbaren und sicheren Elektrik- und Elektronik-Infrastruktur. Sie optimiert den Energieverbrauch und forscht an mechatronischen Lösungen. Ihr Fokus liegt auf den Themen Elektromobilität, effizientes Energiemanagement, Konnektivität, Sicherheit und Individualität.

Als Konsortialführer ist Intedis verantwortlich für die Ableitung der Komponentenanforderungen, den Musteraufbau und die abschließende Systemvalidierung. Zusätzlich fungiert Intedis als Ansprechpartner für die gesamte externe Kommunikation, sei es mit dem Projektträger oder dem Ministerium.

ITK-Engineering AG

Die ITK Engineering GmbH ist ein international tätiges Technologieunternehmen mit Kunden aus den Branchen Automotive, Bahntechnik, Gebäudetechnik, Luft- und Raumfahrt, Medizintechnik, Motorsport sowie Robotik. Neben maßgeschneiderter Beratung und Entwicklungsunterstützung liefert ITK Engineering Systemlösungen in den Bereichen Software Engineering, Embedded Systems, modellbasierte Entwicklung und Test, Regelungstechnik und Signalverarbeitung. Am Hauptsitz im pfälzischen Rülzheim und an neun weiteren Niederlassungen in Deutschland beschäftigt das Unternehmen mehr als 900 Mitarbeiter. Außerdem ist ITK in USA, Japan, Spanien und Österreich vertreten.

Im Bereich der Lenkungs- und Chassissysteme arbeitet ITK Engineering bereits seit Jahren mit namhaften OEMs und Zulieferern bei der Definition der Anforderungen, der System-Architektur, der Auslegung und Entwicklung der Funktionen, der Integration in die Fahrzeugarchitektur und der Verifikation und Validierung der fertigen Systeme zusammen und verfügt daher über fundiertes Systemverständnis.

Bei dem Projekt Autokonf liefert ITK die Methodik für die Erstellung der Systemanforderungen und der Systemarchitektur, inklusive Sicherheitskonzept.